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Accademia dell'Arcadia - Neue CD Mai 2015

28 Apr 2015

 

Endlich ist sie da, meine neue CD mit Barockmusik-Kompositionen für Blockflöte von bekannten und unbekannteren Komponisten. Ab 1. Mai 2015 wird sie in Deutschland vertrieben, im Juni beginnt der weltweite Vertrieb. Anbei nun einige erklärende Worte zum Hintergrund der Aufnahme:

 

ACCADEMIA DELL'ARCADIA - ROMA 1710

Die Barockmusik in Rom um 1700: Das Leben Roms zu dieser Zeit ist geprägt von den Bedingungen der Geistlichkeit. Papst Innozenz XII verbietet 1698 mittels Erlass sämtliche Theater- und Opernaufführungen. Dennoch sucht und findet neben der öffentlichen geistlichen Musik auch die weltliche Barockmusik ihre geheimen Nischen.

 

Als eine Gruppe von Literaten sich im Jahr 1690 zusammenschliesst, beginnt die Geschichte der Accademia dell’ Arcadia. 1696 werden neben den Literaten erstmals sieben Musiker als vollwertige Mitglieder aufgenommen. Sie komponieren neben Opern auch diverse Kammermusik-Werke, Konzerte und Sonaten. Die Accademia dell’Arcadia will nicht nur als wichtigste Akademie Italiens auftreten, sondern Italiens kulturell diverse Regionen einen und Künstlern verschiedener Regionen die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen - ein damals wahrlich revolutionärer Gedanke. 

 

Die wöchentlichen Zusammenkünfte der Mitglieder fanden im Geheimen statt. Regelmässig wurden jedoch Veranstaltungen angeboten, an denen mit eingeladenen Gästen diskutiert werden konnte. Der Name „Arcadia“soll an einen Mythos einer Region Griechenlands erinnern: Gemäss diesem Mythos ist diese Region reich an Bergen, Wäldern, Flüssen und Weiden. Ihre Bewohner - Schäfer - führen ein Leben fern jeglichen Krieges und widmen sich dem Gesang und dem Klang ihrer rauhen, pastoralen Instrumente.

 

Da das Emblem des Geheimbundes eine Flöte darstellt, nahm ich eben dies zum Anlass,  Konzerte und Sonaten für Blockflöte aus dem reichen und teilweise unerforschten Fundus der Accademia zu suchen. Beim Stöbern in den Bibliotheken Europas war ich nun selbst über die Anzahl bekannter Barockmusik-Komponisten verblüfft, die Werke für die Blockflöte schrieben, und zudem Mitglieder oder Gäste der Accademia dell’Arcadia waren. 

 

Die Mitglieder nannten sich „Pastori Arcadia“ und benutzten - wie es generell in akademischen Kreisen üblich war - Pseudonyme. Alessandro Scarlatti (Arkadiername: „Terpandro Politeio") wurde gemeinsam mit Arcangelo Corelli (Arkadiername: „Arcomelo Erimanteo“) 1706 aufgenommen. Giovanni Battista Bononcini fand bereits als einer der ersten Barock-Komponisten 1696 seinen Platz in der Accademia. Benedetto Marcello und Giuseppe Valentini wählten die arkadischen Namen „Driante Sacreo“ sowie „Euginaspe Leupinto“. Ignazio Sieber nahm als Freund Georg Friedrich Händels regelmässig an den geladenen Veranstaltungen teil. 

 

Für die Interpretation und Einspielung der Werke auf der neuen CD habe ich Weltklasse-Spieler eingeladen. Durch eine fantasievolle Besetzung des Basso Continuos in den einzelnen Barock-Kompositionen wird ein besonders farbenfrohes und abwechslungsreiches Klangbild erreicht. 

 

Die beiden Violinisten Fiorenza de Donatis und Andrea Rognoni sowie der Cellist Marco Frezzato sind Konzertmeister und Stimmführer der führenden Originalklang-Ensembles „Europa Galante“, „I Barocchisti“ und „Accademia Bizantina“. Philippe Grisvard, der in dieser Aufnahme am Cembalo und auf der Truhenorgel zu hören ist, ist ein weltweit gefragter französischer Continuospieler. Vincent Flückiger bereichert mit seiner Theorbe und Barockgitarre das Klangbild  zahlreicher renommierter Barock-Orchester Europas. Bret Simner ist als hervorragender Violone Spieler in ganz Europa und den USA zu hören; und Naoki Kitaya musiziert als Continuo-Partner und Orchestermusiker ebenfalls mit bekannten Solisten und Ensembles weltweit. 

 

Insgesamt ist eine CD entstanden, auf der ausgewählte Barock-Kompositionen der römischen Accademia dell’Arcadia für Blockflöte auf inspirierte Weise erklingen. Sie soll den Zuhörer in den Bann dieser spannenden Epoche mit ihrer klanglichen Vielfalt ziehen. Eine Herzensangelegenheit!

 

 

FOR OUR ENGLISH READERS:

The composers and literati of the Accademia dell’Arcadia established in Rome in 1690 worked in secret — the pope had prohibited secular baroque music by decree. On this CD, recorder player Sabrina Frey — together with top-ranking artists — presents a few musical jewels of the secret society. The manuscripts are scattered throughout all of Europe today.


The story of the Accademia dell’Arcadia begins in Rome in 1690. A group of literati, who were already members of the “Accademia Reale” founded by Queen Christina of Sweden a short time before, joins together. The goal is not only to appear as the most important academy in Italy, but to unite the culturally diverse regions of Italy and to give artists of different regions the opportunity to have discussions and contribute their ideas – a truly revolutionary idea back then, a little under 150 years before the political union of the Apennine peninsula. Academic “colonies” are quickly established in other cities. Especially in aristocratic circles, it is considered a privilege and special recognition to be able to become a member. In 1925, the organization changes its name to “Accademia letteraria italiana” and is still in existence to this day as one of the oldest and most representative academies in Italy.


“The compilation of the works as well as the instrumentation of the basso continuo in the sonatas and concertos took more and more shape over the course of the investigations. In order to give the wide variety of works the sound and the expression I imagined, I had to use full instrumentation for the continuo, as was customary in Italy during the baroque. All the registers with harpsichord, violoncello, theorbo alternating with baroque guitar, violone and organ are used in different ways. Although Bononcini has written “Divertimenti Flauto solo & Basso Continuo,” I decided on an arrangement of the concerto for violoncello and originally violin in concert settings — not least with regard to Bononcini as a cellist. I also perform Corelli’s famous Opus 3 on a voice flute and use complex instrumentation of the basso continuo in order to express my understanding of the work. As has been mentioned by various theorists in treatise and is being practiced by contemporary musicians, the instruments intended by the composer for the upper parts can be replaced with other instruments even during the baroque period.


Overall, This is a CD which selected baroque compositions of the Roman Accademia dell’Arcadia for recorder can be heard in an inspiring way. It is to captivate the listener for this exciting era and its wide variety of sounds. A matter of the heart!”

"With her captivating music, Sabrina Frey conveys through her recorders the emotional wealth of this music, its radiant colors, the language of love, pain and longing, enticing the feet to dance, warming the heart, and creating a pastoral idyll for the souls of the listeners." (Newspaper Südkurier)

 

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